kochhexe

aus erzählungen meines vaters kenne ich die kochhexe. die nachkriegszeit war in seinen jugendjahren und die kochhexe war weitverbreitet. der ofen wurde professionell von firmen oder im selbstbau gefertigt, teils aus kochtöpfen. die suche im netz ergab bislang kein foto. beschreibungen und erwähnungen waren jedoch findbar. beispiel1, beispiel2 und beispiel3. nun habe ich endlich eine kochhexe im museum für hamburgische geschichte entdeckt. der durchmesser beträgt ungefähr 30 cm:


eigenes bild. aufgenommen im museum für hamburgische geschichte in der ausstellung: hamburg im 20. jahrhundert.

der kleine ofen ist sehr sinnreich: holz, kohle und torf waren in der zeit knapp. mit geringem brennstoffbedarf liess sich damit kochen und wärme erzeugen. für den betrieb wurden die plattenringe des vorhandenen, viel brennstoff verbrauchenden küchenofens entfernt und die kochhexe darauf gestellt. der rauch zog dann mehr oder weniger durch den ofenschornstein ab, wurde mir berichtet. die kochleistung wird mit der des hoboofen vergleichbar sein.

fundstelle von kochhexe mit bild und beschreibung: museum wolmirstedt

weitere kochhexe aus dem schwedenspeicher museum in stade. eigenes bild mit freundlicher erlaubnis:

kochhexe

kochhexe

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2 Antworten to “kochhexe”

  1. Susan Stephan Says:

    Guten Tag,

    im Internet habe ich verzweifelt nach Kochhexen gesucht, aber leider keine gefunden, außer diese. Für eine Studienarbeit benötige ich die Länge der Kochhexe. Ich muss in 3d möglichst detilgetreu nachbauen, deshalb bentige ich mäglichst genaue Angaben und vielleicht noch ein paar Fotos. Wie hat die Kochhexe damals eigentlich funktioniert und was kam in das untere Schubfach? Hat man im oberen Fach das Feuer gesehen oder nur im unteren? Sind vielleicht blöde Fragen aber ich habe leider gar keine weitern Informationen über die Kochhexe gefunden und bin von der jüngeren Generation.
    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Susan Stephan

    • ueberleben Says:

      auf dem hamburg-museum bild ist der feuerraum, wo der tannenzapfen sichtbar ist. der eingebrachte gelochte boden bildet das feuerrost. die asche fällt in die schublade, den aschekasten. die aus einem kochtopf realisierte kochhexe hat einen durchmesser von ca. 30 cm.


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